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Italienischer Durchbruch in der Transplantationsforschung - Neue Therapie könnte Organabstoßungen verhindern
Italienische Wissenschaftler haben eine neue Therapie entwickelt, die die Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantationen verhindern könnte.
Die Innovation, die unter der Leitung von Prof. Guiseppe Remuzzi am Mario Negri Institut in Bergamo entwickelt wurde,
zielt auf die Vermeidung langfristiger Organabstoßungen, die von Medizinern als chronische Abstoßung bezeichnet wird
im Gegensatz zu einer kurzfristigen Abstoßung, die innerhalb eines Monats nach der Transplantation auftreten kann.
Chronische Abstoßung wird durch das körpereigene Immunsystem verursacht, das das neue Organ als Bedrohung einordnet
und zur Abwehr, T-Zellen Lymphozyten aussendet. Diese Form der Abstoßung tritt in der Regel einige Jahre nach der Transplantation auf.
Sie ist irreversibel und kann daher nicht effektiv behandelt werden mit Ausnahme einer erneuten Transplantation.
"Vor der Transplantation behandeln wir das Organ genetisch. Dabei verwenden wir einen Virus als Überträger (Shuttle). Die DNA dieses Virus
wurde entfernt und durch eine andere DNA ersetzt, die zur Produktion eines Proteins führt, das die T-Zellen Lymphozyten abblockt", erklärt
Dr. Ariela Begnini, die Autorin der Studie. "Dieses Protein wird nur lokal gebildet, im neuen Organ, so dass das Immunsystem insgesamt davon
unberührt bleibt."
Dies ist wesentlich, denn damit ist die Möglichkeit verbunden, auf die Behandlung der Patienten mit Immunsuppressiva verzichten zu können, die bislang
bei der Behandlung von Abstoßungserscheinungen verwendet werden. Diese müssen im Fall einer chronischen Abstoßung dauerhaft eingenommen werden, was mit
einer erhöhten Gefahr von Infektion und Erkrankung der Patienten verbunden ist. Darüber hinaus zeigen sie zahlreiche Nebeneffekte, können Krebs verursachen
und lösen das Problem nicht dauerhaft.
"Chronische Abstoßung ist nach wie vor eine Bedrohung für das langfristige Überleben von Transplantationspatienten. In den letzten 10 Jahren gab es hier keine
nennenswerten Fortschritte", ergänzt Dr. Begnini, die Leiterin der Abteilung Molekulare Medizin innerhalb des Mario Negri Institutes. "Wir hoffen, die Verwendung
von Immunsuppressiva auf die Periode unmittelbar nach der Transplantation zur Vermeidung akuter Abstoßung beschränken zu können." Frau Begnini hält die Behandlung
für geeignet bei der Transplantation von Organen wie Leber, Herz und Niere.
Erste Laborversuche mit Mäusen sind sehr erfolgreich verlaufen. Die Ergebnisse werden im Journal of the American Society of Nephrology (JASN) veröffentlicht.
"Der nächste Schritt ist der Versuch, unsere Methode an Primaten zu erforschen. Hier werden wir mit einem Team der Universität Padua zusammen arbeiten", so
Frau Begnini weiter. Erste Tests am menschlichen Körper mit Freiwilligen erwartet Frau Begnini innerhalb der nächsten 3 bis 5 Jahre.
Nachrichtenartikel - Atlas der Niere
"In den kommenden Jahren wollen Forscher einen dreidimensionalen "Atlas der Niere" erstellen..."
Die vollständige Meldung finden sie unter der URL:
http://www.scienzz.de/ticker/art5715.html
Investoren mit stetem Interesse an therapeutischem Wirkstoff zur Vermeidung nierenschädigender Nebenwirkungen bei Antibiotika
ReceptIcon konnte 4 Mio. Euro für die weitere Entwicklung von Medikamenten einwerben. Der Schwerpunkt der
Forschungen hat die Vermeidung von nierenschädigenden und kostspieligen Nebenwirkungen im Visier, die mit der ansonsten viel versprechenden
Behandlung mit Antibiotika der Amino Glykose Gruppe, dem so genannten Gentamycin, verbunden sind. Das Investorenteam besteht aus Dansk
Erhvervsinvestering, INCUBA Venture, VECATA A/S, Innovations Kapital (Sweden) und Oestjysk Innovation.
Presseerklärung ReceptIcon ApS (Januar 2006) (pdf, 24K)
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